Was den Frachtpreis für Importe aus Spanien, Portugal, Frankreich und Italien bestimmt

Den Frachtpreis bestimmen vor allem die Entfernung und wie viel Platz und Gewicht die Ware im Fahrzeug beansprucht – also Lademeter, Palettenzahl und Stapelbarkeit. Hinzu kommen der Termin, die Nachfrage nach Fahrzeugen auf der Strecke in der jeweiligen Woche, Maut, Dieselpreis und Sonderwünsche wie Kühlauflieger oder Ladebordwand. Deshalb veröffentlichen wir keine Preisliste: Einen Richtpreis zeigt der Rechner, den verbindlichen Preis nennt das Angebot.

Die Preisfaktoren im Überblick

FaktorWarum er den Preis ändertWas Sie tun können
Entfernung und Streckemehr Kilometer bedeuten mehr Diesel, Maut und Lenkzeitnichts – aber eine genaue Adresse statt nur der Region hilft
Menge (Paletten, LDM)Sie zahlen den Platz, den die Ware belegtgenaue Maße angeben und Paletten nicht unnötig hoch packen
Gewichtschwere Ware kann ein größeres Fahrzeug erfordern, auch bei wenig Platzbedarfdas tatsächliche Gewicht angeben, keine Sicherheitsaufschläge
Stapelbarkeitgestapelte Paletten brauchen die halbe Flächemit dem Lieferanten eine stapelfähige Verpackung vereinbaren
Terminein fixer Tag oder Eile schränkt die Fahrzeugwahl einbei der Abholung einige Tage Puffer einplanen
RückladungenFahrzeuge auf dem Rückweg von Süden suchen Ladung, das Angebot schwankt von Woche zu Wochefrüh und flexibel anfragen
Maut und DieselMaut fällt in praktisch allen Transitländern an, der Dieselpreis schwanktfragen, ob beides im Preis enthalten ist oder separat berechnet wird
SonderwünscheKühlung, Ladebordwand, Kran oder ADR-Gefahrgut schränken die Auswahl eingleich in der Anfrage nennen, nicht erst bei der Verladung

Warum sich der Preis auf derselben Strecke ändert

Was den Frachtpreis bestimmt
Was den Frachtpreis bestimmt

Der Straßengüterverkehr ist ein Markt. Auf der Strecke von Südeuropa nach Tschechien zählt, wie viele Fahrzeuge in der jeweiligen Woche nach Norden zurückfahren und wie viel Ladung auf sie wartet. In der Saison, in der Spanien viel Obst und Gemüse exportiert, sind Fahrzeuge knapper, und der Preis steigt. Fahren dagegen viele LKW leer aus dem Süden zurück, findet sich günstigere Kapazität. Deshalb steht der verbindliche Preis erst im Angebot, passend zur aktuellen Lage.

Wie viel Platz die Ware braucht: Lademeter

Ein Lademeter (LDM) ist ein Meter Ladeflächenlänge über die volle Fahrzeugbreite. Eine Europalette 120 × 80 cm belegt 0,4 LDM, eine Industriepalette 120 × 100 cm 0,5 LDM, ein ganzer Auflieger hat 13,6 LDM. Sind die Paletten leicht, aber hoch und nicht stapelbar, zahlen Sie für den Platz, nicht für das Gewicht. Bei sehr schwerer Ware ist es umgekehrt.

Maut und Diesel

Ein LKW aus Spanien nach Tschechien durchfährt mehrere Länder, und in jedem fallen andere Straßengebühren an – Autobahnmaut in Frankreich, Italien, Spanien und Portugal sowie die elektronische LKW-Maut in Deutschland, Österreich und Tschechien. In Deutschland ist die Maut seit Dezember 2023 um eine CO₂-Komponente gestiegen. Der Dieselpreis ändert sich laufend, deshalb berechnen manche Frachtführer einen Dieselzuschlag.

Checkliste: so erhalten Sie einen genaueren und niedrigeren Preis

  1. Genaue Be- und Entladeadressen angeben.
  2. Maße, Höhe und Gewicht jeder Palette mitschicken.
  3. Angeben, ob die Paletten stapelbar sind.
  4. Beim Ladetermin einen Puffer lassen.
  5. Mehrere kleinere Bestellungen beim selben Lieferanten zu einer Sendung bündeln.
  6. Vorab klären, wie entladen wird, damit kein teureres Fahrzeug mit Ladebordwand nötig ist.

Was Sie beim Angebotsvergleich fragen sollten

Was den Frachtpreis für Importe aus Spanien, Portugal, Frankreich und Italien bestimmt
  • Sind Maut und Diesel im Preis enthalten oder werden sie separat berechnet?
  • Ab wie vielen Stunden Wartezeit bei Be- oder Entladung wird Standgeld fällig?
  • Berechnen Sie nach Paletten, Lademetern oder Gewicht?
  • Wie lange gilt das Angebot?
  • Was passiert mit dem Preis, wenn der Lieferant mehr Paletten lädt?

Vergleichen Sie Angebote mit gleichem Inhalt. Ein günstigerer Preis ohne Maut oder als Sammelgut statt Teilladung ist nicht billiger, sondern etwas anderes. Wie sich die Transportarten unterscheiden, erklärt der Beitrag Sammelgut, Teilladung oder Komplett-LKW. Einen Richtpreis für Ihre Strecke erhalten Sie im Preisrechner.

Häufige Fragen

Gibt es einen festen Tarif zum Nachschlagen?
Nein – Strecke, Menge, Termin und die Zahl freier Fahrzeuge in der jeweiligen Woche verschieben den Preis. Einen Richtpreis zeigt der Rechner, den verbindlichen Preis das Angebot.
Zahle ich nach Paletten oder nach Gewicht?
In der Regel nach Platz im Fahrzeug (Paletten oder Lademeter). Bei sehr schwerer Ware entscheidet das Gewicht.
Ist stapelbare Ware günstiger?
Meist ja, weil gestapelte Paletten weniger Ladefläche belegen.
Was ist Standgeld?
Eine Gebühr für Wartezeit des Fahrzeugs über die vereinbarte Zeit hinaus bei Be- oder Entladung. Fragen Sie, ab wann es berechnet wird.
Ist die Maut im Frachtpreis enthalten?
Das hängt vom Frachtführer ab. Fragen Sie beim Vergleich immer, ob Maut und Diesel enthalten sind.