So bereitet Ihr Lieferant die Ware zur Verladung vor

Der Lieferant sollte die Ware so vorbereiten, dass der Fahrer ohne Wartezeit laden und sie unbeschädigt ans Ziel bringen kann: auf intakten Paletten, fest mit Folie oder Band gesichert, mit einem Etikett zu Empfänger und Stückzahl und mit klarer Angabe zur Stapelbarkeit. Die Verladung sollte vorab mit dem Lager bestätigt werden, denn Lager in Südeuropa haben oft Mittagspause und im August eingeschränkten Betrieb.

Checkliste für den Lieferanten

Diese Liste können Sie Ihrem Lieferanten weiterleiten. Jeder Punkt, der vor Ankunft des Fahrzeugs geklärt ist, spart Wartezeit an der Rampe und Streit bei der Entladung.

  1. Die Paletten sind intakt. Keine gebrochenen Bretter oder fehlenden Klötze. Die Ware steht nicht über den Palettenrand.
  2. Die Ware ist gesichert. Die Stretchfolie reicht bis über das Unterdeck der Palette, damit nichts verrutscht. Schweres unten, Leichtes oben.
  3. Jede Palette ist etikettiert. Empfänger, Entladeadresse, Bestellnummer und laufende Nummer (z. B. 3/12) – am besten auf zwei Seiten.
  4. Die Stapelbarkeit ist klar. Nicht stapelbare Paletten kennzeichnen, zerbrechliche Ware ebenso.
  5. Die Papiere liegen bereit. Rechnung oder Lieferschein für den Fahrer; den CMR-Frachtbrief stellt der Frachtführer aus, der Absender unterschreibt.
  6. Es ist geklärt, wer lädt. In der Regel das Lager des Lieferanten mit dem Stapler; der Fahrer prüft Lastverteilung und Ladungssicherung.
  7. Das Lager kennt die Referenz. Bestellnummer oder Ladereferenz, unter der die Ware herausgegeben wird.

Paletten: Maße und Platz im Fahrzeug

PalettentypMaßAnzahl im 13,6-m-Auflieger
Europalette120 × 80 cm33
Industriepalette120 × 100 cm26
Sondermaßje nach Waremuss berechnet werden – Maße bitte in der Anfrage angeben

Geben Sie immer die Palettenhöhe an. Zwei Paletten übereinander passen nur dann in einen normalen Auflieger, wenn sie niedrig genug sind – bei hohen Paletten ist Stapeln unmöglich, selbst wenn die Ware es vertragen würde.

Warum die Ladungssicherung so wichtig ist

Ein LKW aus Spanien oder Portugal ist mehrere Tage unterwegs, mit Hunderten Kilometern durch Bergland. Beim Bremsen und in Kurven wirken Kräfte, die lose Folie leicht zerreißen. Im Sammelgut werden die Paletten zudem mehrmals per Stapler umgeschlagen. Schäden durch mangelhafte Verpackung muss der Frachtführer unter Umständen nicht ersetzen, weil der Mangel beim Absender liegt.

Avisierung der Verladung: was vorab bestätigt sein sollte

Ware zur Verladung vorbereiten
Ware zur Verladung vorbereiten
  • Datum und Zeitfenster der Verladung,
  • die genaue Lageradresse – Werk und Versandlager liegen oft an verschiedenen Orten,
  • Name und Telefonnummer der Person im Lager, die Bescheid weiß,
  • Kennzeichen und Fahrername, die das Lager von uns bekommt,
  • ob das Lager eine Zeitfensterbuchung verlangt (bei größeren Verteilzentren üblich).

Öffnungszeiten von Lagern in Südeuropa

Viele Lager in Spanien und Portugal unterbrechen den Betrieb für die Mittagspause, meist am frühen Nachmittag, und schließen freitags früher – im Sommer oft schon gegen Mittag. Im August reduzieren zahlreiche Hersteller in Spanien, Italien und Frankreich den Betrieb oder machen Betriebsferien. Achten Sie auch auf staatliche und in Spanien regionale Feiertage, die sich je nach Region unterscheiden. Lädt das Fahrzeug am Freitag wegen eines geschlossenen Lagers nicht, verschiebt sich der Import durch die Wochenendfahrverbote in Deutschland, Frankreich, Österreich und Italien um mehrere Tage.

Was Sie Ihren Lieferanten fragen sollten

So bereitet Ihr Lieferant die Ware zur Verladung vor
  • Von wann bis wann wird verladen, und gibt es eine Mittagspause?
  • Ist die Ware am Ladetag wirklich verpackt und bereit?
  • Wie viele Paletten werden es am Ende, und wie hoch?
  • Fallen in den Termin Betriebsferien oder ein Feiertag?

Welche Papiere der Lieferant beilegen sollte, steht unter Dokumente beim Import aus der EU. Welches Fahrzeug zu Ihrer Ware passt, erklären die LKW- und Aufliegertypen. Auf Wunsch senden wir die Verladeanweisungen selbst an Ihren Lieferanten – geben Sie uns einfach den Kontakt in der Anfrage an.

Häufige Fragen

Wer lädt die Ware auf den LKW?
In der Regel das Lager des Lieferanten mit dem Stapler. Der Fahrer prüft Lastverteilung und Ladungssicherung im Auflieger.
Muss die Ware auf Paletten stehen?
Bei Sammelgut und Teilladungen praktisch ja. Lose Ware muss vorab abgesprochen werden, weil die Verladung länger dauert.
Wann machen spanische Lager Mittagspause?
Oft am frühen Nachmittag, die genaue Zeit ist von Lager zu Lager verschieden. Bestätigen Sie das Ladezeitfenster deshalb immer vorab.
Warum ist der August schwierig?
Viele Hersteller in Spanien, Italien und Frankreich fahren den Betrieb im August herunter oder machen Betriebsferien. Bestellen Sie rechtzeitig.
Wer haftet für Schäden durch schlechte Verpackung?
In der Regel der Absender. Für Schäden aus mangelhafter Verpackung haftet der Frachtführer grundsätzlich nicht.